In der Auseinandersetzung um mögliche Vorwürfe gegen den künstlerischen Leiter der Festspiele Erl, Gustav Kuhn, brachte dieser nun gegen den Ötztaler Tiwag-Gegner und Anti-ÖVP Blogger, Markus Wilhelm, Klagen ein. Nach § 37 Absatz 1 Mediengesetz musste Wilhelm jetzt über das anhängige Strafverfahren eine Mitteilung veröffentlichen.

Der in Sölden ansässige Bergbauer Markus Wilhelm thematisiert seit Jahren aus seiner Sicht unhaltbare Zustände in Tirol. Unter anderem war der Landecker Apotheker und hochrangige FPÖ-Funktionär Martin Hochstöger in eine NS-Devotionalien Falle geraten. Wilhelm zeigte mit mehreren Bildnissen angebliche Funkstücke in Hochstögers Apotheke und privaten Räumlichkeiten auf. Ende des vergangenen Jahres aber stellte die Staatsanwaltschaft Innsbruck das Verfahren ein. Hochstöger konnte schlüssig seine Unbescholtenheit darlegen, denn in der behaupteten Vitrine waren nie Devotionalien gelagert, noch besäße Hochstöger die zeigten Stücke. Wer die Vitrine befüllte und Fotos anfertigte, konnte sich Hochstöger und auch die Staatsanwaltschaft Innsbruck nicht erklären. Ein Insider ortet in dem Vorfall die Auftragsarbeit eines aus dem Oberland stammenden und reichlich dubiosen Nazi-Jägers.

Gustav Kuhn geht mit Klagen gegen Blogger Markus Wilhelm vor

Gustav Kuhn geht mit Klagen gegen Blogger Markus Wilhelm vor

Tituliert als Gustav “Harvey” Kuhn – in Anspielung auf Harvey Weinstein, dem bekanntlich unzählige Vergewaltigungen vorgeworfen werden, und unter Zuhilfenahme eines anonymen Mails, habe Markus Wilhelm gar Vergewaltigung karrierebewusster Künstlerinnen suggeriert, wie es in der Klage heißt.

Das Landesgericht Innsbruck erachtete es nunmehr in einer Einstweiligen Verfügung als gegeben, dass der Blogger seiner journalistischen Sorgfaltspflicht nicht nachkomme. Man habe Markus Wilhelm die Möglichkeit einer Stellungnahme eingeräumt, und konnte der Ötztaler vor Erlass der Verfügung seine Behauptungen nicht belegen, fußt sinngemäß die gerichtliche Entscheidung in einem klaren Richterspruch.

Hingegen sehe die Liste Fritz nach den publizierten Vorwürfen auf dem Blog “dietiwag.org” die Notwendigkeit in der “Causa Erl” Landeshauptmann Günther Platter in die Pflicht zu nehmen. So vermisse man unter anderem eine klare Haltung der Landesregierung.

Ein übler Beigeschmack bleibt dennoch, denn nach den Lohn- und Sozialdumping Vorwürfen bei den Tiroler Festspielen in Erl, schreien immer mehr Künstler auf. Das Land Tirol verspricht nun volle Aufklärung.

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