Dietmar Mühlböck

Die Bloggersphäre beheimatet ein ganz besonderes Subjekt, Dietmar Mühlböck. Der souverän Jäger zwischen Verschwörungstheorien hadert seit Jahren mit seiner Publikation über “Verschwörungsmythen in Österreich”. Ein Justiziar im verantwortlichen Verlag regt vehement an Kapital zu sanieren, schreibt der seufzende Buchautor von eigenen Gnaden im eigens fabrizierten Blog. Die Selbstdarstellung seines ideologischen Schmonzes mit null Relevanz schaffte die Veröffentlichung am Buchmarkt bislang nicht. So das Resümee um Dietmar Mühlböck aus Telfs in Tirol.

Weitere Fragmente aus dem Dasein des Tiroler Blogger Dietmar Mühlböck sind hingegen zuhauf bekannt. Dem Nationalratsabgeordneten Werner Königshofer habe er in Sachen alpen-donau.info ein präpariertes Email zugeschoben, sagt sein Gesinnungsgenosse Uwe Sailer vor Gericht, der aktuell mit einem gegen ihn gerichteten Exekutionsverfahren wegen Unterlassung konfrontiert ist. Jedenfalls will Dietmar Mühlböck, 47, jenes Email auf der Neonazi Seite wieder entdeckt haben. Dank Anzeigenflut teilt er zwischendurch gegen unterschiedliche Personen mit Rundumschlag aus. Von sich selber behauptet der im Brotberuf tätige Nachtportier er betreibe nicht-kommerzielle Seiten.

Der gebürtige Schwazer mit dem Hang zu Selbst-Justiz zelebriert in Interviews die Notwendigkeit das Internet von radikaler Substanz befreien zu müssen. In eigenen Schulungen – ohne Gewerbeschein wohl bemerkt, bietet Dietmar Mühlböck sogar Behörden Aufklärung über die sogenannte Souveränen-Szene. Das Schulungsmaterial vom Bundesamt für Verfassungsschutz flechtet Dietmar Mühlböck in die Seminare minutiös ein. Offiziell sei nach Veröffentlichung der Materialien in YouTube ein polizeiinternes Datenleck vom “Infobroker” aus Telfs aufgezeigt worden. Das wäre genug Anlass für interne Ermittlungen, wie das Innenministerium betont.

Verschwörer, Rechtsradikale und Sympathisanten um Freiheitliche Funktionäre sind das liebliche Klientel mit dem Dietmar Mühlböck hadert. Von einem offiziellen Auftrag wollen Behörden nichts wissen, man kenne Dietmar Mühlböck nicht, heißt es auf FAZIT Anfrage. Jedenfalls musste das Parlament gleich drei Anfragen in der Causa Dietmar Mühlböck behandeln. In einem Fall habe man Auskunft zu jener Journalistin begehrt, die ein Näheverhältnis zum 47-jährigen habe, und mit ungebührlichen Verhalten anlässlich einer Bundesheer Veranstaltung auffiel und verwiesen werden musste.

Die auf den ersten Blick in diversen Medien als “Nazi-Jäger” gereichte Figur Dietmar Mühlböck steht, trotz auf den ersten Blick wirkende Seriosität, im Kreuzfeuer der Kritik. Viele unterstellen dem Tiroler Blogger Verbreitung von nicht belegten Behauptungen, die in Rufmord und Verfolgung münden. Es seien bereits Klagen am Landesgericht Innsbruck gegen den virtuellen Saubermacher, der mit Blogeinträgen sprichwörtlich das Stürmchen im Wasserglas sucht, in Ausarbeitung.

Was bleibt ist ein Blogger, der mit Verlinkungen zu fragwürdigen Wikipedia Eintragungen seine verherrlichende Superlative finden will. Derweil schwört Dietmar Mühlböck den Verschwörungstheoretikern via Twitter Aufklärung. Mit Nichten, denn die Qualitäten des nicht-kommerziellen Infobrokers Dietmar Mühlböck lassen immer noch auf das vor Jahren angekündigte Buch über Verschwörungsmythen in Österreich auf sich warten. Selbst Wikipedia listet keinen Bestseller Autor mit dem Namen Dietmar Mühlböck, geschweige die von ihm vermuteten Mythen. Zumindest ein Wahrheitsgehalt in der freien Enzyklopädie, die auch andere Quellen außerhalb bestätigen.

Kritiker des Tiroler Blogger-Mythos prophezeien auch den Blog-Beiträgen, aus der Feder von Dietmar Mühlböck, ein dünnes Süppchen, das ihnen zugrunde liegt. Damit muss sich spätestens beim Stell-Dich-Ein vor Gericht die Justiz herumschlagen.

FAZIT hatte bei Dietmar Mühlböck nachweislich um Stellungnahme ersucht, leider erfolgte keine Reaktion.

 

+++ Update 1/3/2017

Die Redaktion hält angesichts unrichtiger Tatsachenbehauptungen durch Dietmar Mühlböck Dritten gegenüber wie folgt fest: Zwei Tage vor Erscheinen dieses Artikels ist Herr Mühlböck für eine Stellungnahme angefragt worden. Das im Artikel Wiedergegebene, beruht auf eingehenden journalistischen Recherchen, unter anderem auf parlamentarischen Anfragen durch Nationalratsabgeordnete Dietmar Mühlböck betreffend, der laut aktuellen Recherchen und Reaktionen zu dieser Berichterstattung in weiten Kreisen Personen seit Jahren denunzieren dürfte – es gilt die Unschuldsvermutung, weswegen jetzt auch strafrechtliche Erwägungen in Anbahnung sein dürften. Zum Schutz der Dietmar Mühlböck zustehenden Persönlichkeitsrechte, hat die Redaktion nach reiflicher Überlegung das dem Artikel ursprünglich zugrundeliegende und im Internet weit verbreitete Bildnis mit einem Screenshot einer parlamentarischen Anfrage Dietmar Mühlböck betreffend ersetzt. Dietmar Mühlböck hat im Sinne des österreichischen Mediengesetzes jedenfalls zu keinem Zeitpunkt unserem Medium gegenüber Begehren iSd §§ 6,7 ff MedienG gestellt, oder aber ein medienrechtliches Verfahren bei Gericht eingeleitet.

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