Heute Freitag geht der Prozess gegen die Arzlerin Andrea Maria Juen am Landesgericht Innsbruck in die nächste Runde. Laut Verhandlungskalender sei die Hauptverhandlung im Schwurgerichtssaal für neuneinhalb Stunden anberaumt. Richterin Dr. Martina Kahn muss unter einem besonderen Damoklesschwert verhandeln, denn laut Juen habe das mutmaßliche Opfer Dr. Wolfgang Besler, Vorsteher am Bezirksgericht Imst, keine schriftliche Ermächtigung zur Strafverfolgung erteilt. Bis in die Abendstunden sollen unzählige Zeugen befragt und geklärt werden, ob Juens Vorwürfe gegenüber dem Bezirksrichter Dr. Wolfgang Besler, wegen Amtsmissbrauch, berechtigt scheinen.

Seit ihrer Scheidung sei sie in der Justiz-Westachse gefangen, schildert Andrea Juen, Mutter dreier Kinder, vor Prozessbeginn gegenüber FAZIT.TIROL. Bereits ihre Scheidung verhandelte das mutmaßliche Opfer, mit Nachwehen. “Es habe schon damals Auffälligkeiten in der Prozessführung gegeben”, meint Andrea Juen, die noch heute schockiert darüber ist, dass ihr ältester Sohn von Dr. Wolfgang Besler, im Scheidungsverfahren als Zeuge, vom vorsitzenden Richter als Schwarz-Weiß Seher eingestuft wurde.

Mit der Scheidung folgten Schlag auf Schlag gerichtliche Auseinandersetzungen. Ein von Andrea Juen veröffentlichter Roman führte zu einer Klage, als Juens Ex-Mann Peter P. in Charaktere und Erzählungen seine Person und seine Ehe betreffend Wiedererkennungswerte erblickte.

Juen kontert: Man habe sie gelegt und einfach schuldig gesprochen, so laut Juen auch im folgenden Enteignungsprozess um ihr Haus. Das habe ihr der Schwiegervater mit Notariatsakt überschrieben, als er seinen Sohn beim Inzest mit der eigenen Mutter ertappte. Untersucht habe die Justiz das nie. Hingegen behauptete Ex-Mann Peter B. im Enteignungsprozess vor Richter Michael Schallhart am Landesgericht Innsbruck, habe er das Haus seiner Ex-Frau geschenkt und wegen des Buches auf groben Undank geklagt. Am Ende mit Erfolg.

Erst sei, wie Andrea Juen festhält, die Klage ihres Ex abgewiesen, hingegen vom Oberlandesgericht Innsbruck neu aufgerollt worden. Im zweiten Prozess habe man sie schließlich nicht mehr zum Prozess geladen, nachdem sie ihrem Rechtsanwalt kündigte, und einfach ohne sie verhandelt und in ihrer Abwesenheit abgeurteilt. Minutiös schlüsselt Andrea Juen die Geschehnisse auf ihrer eigenen Homepage seit Jahren auf, und spart auch nicht mit Kritik. Besonders im Visier der Gerichtsvorsteher vom Bezirksgericht Imst, Dr. Wolfgang Besler. Einmal habe er eine Einstweilige Verfügung nicht sofort verfügt, wie Andrea Juen mit ihrem ältesten Sohn vorstellig wurde, als die Wasserzufuhr zu ihrem Haus mitten im Winter bei Minus 20 Grad gesperrt war. Der Ex-Mann habe ihr das Wasser abgedreht, Besler aber erst in drei Wochen einen freien Termin genannt, so Andrea Juen zu den Ereignissen. Ein anderes mal habe er sie als “durchgeknallt” tituliert und beim Jugendamt angeschwärzt. Ihre Tochter habe bis zur Matura deshalb Mobbing durch Mitschüler ertragen müssen.

Die Liste der Vorwürfe gegen Dr. Wolfgang Besler ist lang, und seien berechtigte Befangenheitsanzeigen ihrerseits und von Besler selbst ein weiterer Beleg für ihr berechtigten Vorhalte. Wolfgang Besler wiederum wehrt sich nun mittels öffentlichen Anklägers mit einem Medienstrafverfahren gegen Juen. Anlässlich der mit Exekutionsbeschluss beschiedenen Zwangsräumung ihres Hauses, habe Andrea Juen ein YouTube Video auf ihre Homepage geladen und Dr. Wolfgang Besler wiederholt des Amtsmissbrauchs bezichtigt, wie die Staatsanwaltschaft Graz in ihrem Strafantrag ausführt. Entgegen dem Ermittlungsauftrag der Staatsanwaltschaft bestünde aber keinerlei schriftliche Ermächtigung zur Strafverfolgung, die im konkreten Fall erforderlich sei, wie Juens Staranwalt aus Graz gegenüber FAZIT.TIROL unterstreicht. So bestehe das Gesetz – § 92 StPO – auf eine solche schriftliche Ermächtigung zur Strafverfolgung binnen 14 Tagen, widrigenfalls das Ermittlungsverfahren einzustellen wäre.

Neue Munition für Andrea Juen, die sich einer willkürlichen Anklage ausgesetzt sieht. Die vorsitzende Richterin Dr. Martina Kahn habe laut Juens Anwalt den Strafantrag nicht geprüft und wäre er zurückzuweisen gewesen, da der Strafantrag unzulässig sei.

Ein Strafrechtsprofessor der Universität Innsbruck teilt gegenüber FAZIT.TIROL diese Rechtsmeinung, will aber angesichts der engen Zusammenarbeit zwischen Universität, Landesgericht Innsbruck, dem Vizepräsidenten des Landesgericht Andreas Stutter, der mit dem Verfahren befassten Richterin Martina Kahn, und zweier Anwälte von Juens Ex-Mann Peter B. anonym bleiben.

Mit den Vorwürfen konfrontiert, verneint Andreas Stutter, Mediensprecher beim Landesgericht Innsbruck, gegenüber FAZIT.TIROL eine Stellungnahme mit Verweis auf die Anfrage Legitimation. Inwiefern eine solche mit dem Medienerlass des Bundesministeriums für Justiz gedeckt sei und weswegen Andreas Stutter hinsichtlich eines medienrechtlich Verantwortlichen auf der Internet Domain fazit.com Nachschau hielt, konnte oder wollte der Mediensprecher Andreas Stutter nicht erläutern.

Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung!

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